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Der Freier

09.09.2016

20.08.17

Wochenperspektive: “Vom Nutzen, an der Seite des Präsidenten zu stehen”

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So sehen die Gewinner von Donald Trumps Racket aus: in einem Artikel mit dem Titel „Vom Nutzen, an der Seite des Präsidenten zu stehen“ (The benetfits of standing by the president) führt die NY Times den Nutzen aus, den einige gutbetuchte Herren aus der politischen Unterstützung aller Trumpschen Dummheiten ziehen konnten:

„Auf einem privaten Meeting von Bankern und Geschäftsführern letzten Dezember überschüttete er Jared Kushner mit Lob und gratulierte Trumps Schwiergersohn zum Überraschungssieg bei der Wahl.

Im Mai ergriff er vor einer Gruppe von Vorständen wieder das Wort und erinnerte sie, im 39sten Stock des Citigroup-Bürogebäudes, an die Vorteile, die die Trump-Administration der Wirtschaft und dem Land bringen könnte.

Und bei einem Meeting am Montag mit seinen Mitarbeitern, als Trumps Unterstützung in Arbeitgeberamerika angesichts seiner Aussagen zu den weißen Nationalisten zu bröckeln begann, verurteilte er die Gewalt in Charlottesville, Va., aber nicht die Antwort des Präsidenten darauf.“

All dies machte sich für „Stephen A. Schwarzman, oberster Geschäftsführer des Unternehmensbeteiligungs-Riesen Blackstone und Vorsitzender eines von Trumps wirtschaftlichen Beraterkreisen“, höchst bezahlt:

„Aber Mr. Schwarzman’s Stand sowohl in der Welt des Finanzwesens als auch in Mr. Trumps Washington halfen Blackstone, eines der größten Wall Street-Geschäfte des Jahres abzuschließen – die Verwaltung eines neuen 20 Milliarden-Dollar-Funds des saudi-arabischen Staates zugeteilt zu bekommen, wie ein Insider in den Auswahlprozess erklärt.“

*

Die amerikanische Late Night-Satire kennt seit einem halben Jahr nur noch ein Thema: Donald Trump. Das zeigt zugleich die Grenzen der Satire, die nicht glauben kann, dass so etwas wie Donald Trump real ist. „Wenn das Lachen fad wird“, schreibt Marcus Hammerschmitt:

„Die Frage, warum ein Mann Präsident bleiben kann, der so viel berechtigten Spott anzieht, bekommt mehr Gewicht, wenn man sie leicht verändert: Wie konnte so jemand überhaupt Präsident werden?“

Letzten November schrieben wir: Nachrichtensperre über Trump.

*

So viel lässt sich sagen: nachgewiesenermaßen konnten ArbeiterInnen in vielen aussichtslosen Tarif- und Arbeitsverhandlungen durch „Bossnapping“ überraschende Erfolge erzielen, wie ein Artikel „The wonderful world of bossnapping“ auf libcom.org ausführt:

„Wenn du noch nie etwas von Bossnapping gehört hast, es ist genau, wonach es klingt: Arbeiter, die ihre Bosse kidnappen oder festsetzen, mit dem Ziel, sie für Zugeständnisse unter Druck zu setzen. Aber auf wen genau zielt Bossnapping, und wie sieht es in der Praxis aus?“

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