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09.09.2016

12.02.16  | Buchbesprechung

Buchbesprechung: Sin Patron – Instandbesetzte Betriebe in Belegschaftskontrolle

Die Bewegung der Fabrikbesetzungen, die in Argentinien mit dem wirtschaftlichen Kollaps 2001 ihren Anfang nahm, ist in der deutschen Linken eher vom Hörensagen bekannt. Der von Daniel Kulla übersetzte Sammelband „Sin Patron“ („ohne Chef“) will diese Lücke schließen und die in Argentinien gemachten Erfahrungen festhalten und kommunizieren. Er enthält eine Reihe wichtiger Lektionen.

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Schaut nach Argentinien!

Das industriell entwickeltere Land zeigt dem minder entwickelten nur das Bild der eigenen Zukunft“, schrieb Marx 1867 in der Einleitung zum „Kapital“, und warnte: „Sollte jedoch der deutsche Leser pharisäisch die Achseln zucken über die Zustände der englischen Industrie- und Ackerbauarbeiter oder sich optimistisch dabei beruhigen, dass in Deutschland die Sachen noch lange nicht so schlimm stehn, so muss ich ihm zurufen: De te fabula narratur!“

Die Geschichte erzählt von dir! Das deutsche Proletariat sollte nach England schauen, um ein Jahrhundert des Hungers, des staatlich organisierten Terrors gegen die Landbevölkerung, der Vertreibungen und der sozialen Verelendung abzukürzen. Das war 1867 richtig.

Heute, mit der anstehenden großen Krise, hat sich das Verhältnis zwischen den Staaten des kapitalistischen Zentrums und der Peripherie umgekehrt. Ihr wollt die Folgen der auch für Deutschland anstehenden Entwertung des überflüssigen Kapitals sehen? Schaut nach Griechenland, schaut nach Argentinien, schaut nach Tunesien. Der nächste Schritt des Kapitals ist überall auf der Welt derselbe: der große Krach, die Massenentlassungen und der staatliche Notstandsterror. Die Krise der kapitalistischen Gesellschaft lässt sich weder überspringen noch wegdekretieren.

Eine wesentliche Aufgabe in der anstehenden Krise wird es sein, die Kontrolle über die stillgesetzten und brachliegenden Produktionsmittel zu erringen, sie ihrem Zweck zu entfremden und eine soziale Reproduktion außerhalb der kapitalistischen Ordnung zu schaffen. In der Krise wird mit Händen greifbar, dass es kein Mangel an Kapital, Maschinen, Ackerland oder Arbeitskräften ist, der die Menschen verhungern lässt, sondern ein Mangel an der kapitalistischen Profitabilität dieser Produktionsmittel.

Zehn von dreihundert

Für diese anstehende Aufgabe der Fabrikbesetzungen fehlt es in Deutschland und Europa in den letzten 50 Jahren an Vorbildern – daher lohnt sich ein Blick nach Argentinien, dessen Wirtschaft als Vorläufer der aktuellen Krise bereits 2001 kollabierte, und wo seitdem über 300 Betriebe besetzt wurden, die heute 13.000 Beschäftigte zählen.

„Sin Patrón“ lässt die ArbeiterInnen von 10 beispielhaften, zwischen 2001 und 2004 besetzten Betrieben zu Wort kommen. Die Geschichten umfassen alle Branchen: neben den ArbeiterInnen der international bekanntesten Besetzungen, der Keramikfabrik Zanon/FaSinPat und der Näherei Brukman, erzählen die BesetzerInnen der beiden Druckerien Chilavert und Conforti sowie des Metallregalherstellers Crometal. Die ArbeiterInnen des Steinbruchs Sime kommen ebenso zu Wort wie die des Waschmaschinen-, Fernseher- und Haushaltsgeräteherstellers Renacer im tiefen Süden. Auch die ArbeiterInnen einer besetzten Klinik, IMECC, sind dabei, schlussendlich die BesetzerInnen eines Metallrohrherstellers, Union y Fuerza, und einer juristische Fachzeitung, Comercio y Justicia.

Doch obwohl die Branchen so verschieden sind, und obwohl die Zahl der Beschäftigten zwischen einer handvoll und über 100 variiert, finden sich in allen Geschichten die gleichen Muster, Probleme und Entwicklungen. Die ArbeiterInnen standen meist vor derselben Wahl, mussten dieselben Hürden überwinden und machten dieselben Erfahrungen.

Wie es zu einer Fabrikbesetzung kommt

Der Anfang ist stets ähnlich: Niemand hatte im Voraus geplant, die Fabrik zu besetzen um dort ohne Chef weiterzuproduzieren. Meist waren es ausstehende Lohnzahlungen sowie der schiere Mangel an Alternativen, anderswo zu arbeiten, wodurch sich die ArbeiterInnen dazu entschlossen, am Tag nach dem verkündeten Rauswurf zurück an ihren Arbeitsplatz zu gehen. Matilde Adorno, eine Arbeiterin bei der Näherei Brukman, erzählt:

„Es geschah von allein. Wir durchlebten 15 Tage, während derer wir, obwohl es tonnenweise Arbeit gab, keinen Cent bezahlt bekamen. […] Der Manager zwang die Leute, sagte ihnen, dass sie, wenn sie nicht arbeiten würden, überhaupt kein Geld bekämen. Angeblich nahmen wir jeden Freitag 100 Pesos mit nach Hause, aber das war zu diesem Zeitpunkt schon Geschichte. Sie gaben uns 15, 10, 5 und dann sogar nur zwei Pesos. […] An jenem letzten Freitag gaben sie uns zwei Pesos und sagten uns, dass wir die ganze nächste Woche nicht kommen sollten. Wir sagten nein, wir werden am Dienstag hier sein, damit sie uns was geben.“ (99f)

Es sollte keine Besetzung sein, die ArbeiterInnen wollte vielmehr nur das durchsetzen, was ihnen zustand:

„An diesem Dienstag saßen wir an unseren Arbeitsplätzen […] Der Manager sagte uns, dass wir wieder an die Arbeit gehen sollten und später runterkommen, um zu sehen, wieviel Geld er auftreiben könnte. Als wir schließlich runterkamen, waren sie alle weg […]. Wir haben ehrlich nie gedacht, dass sie einfach nicht zurückkommen würden. 23 Leute blieben. Die von uns, die gingen, glaubten nicht, dass die anderen die ganze Nacht bleiben würden.“ (100)

Und weiter:

„Der Fehler lag bei den Eigentümern – denn wenn sie gekommen wären, auch noch drei Tage später, mit zehn Pesos, hätten wir uns diese zehn Pesos geschnappt und wären gegangen.“ (102)

Lange vor irgendeiner politischen Zielsetzung zwingt die Situation selbst zu weiteren Schritten. Man bemerkt, dass der alte Eigentümer versucht, Maschinen und noch vorhandene verkaufbare Waren über Nacht fortzuschaffen, um ihren Wert vor dem Insolvenzverfahren – und den Forderungen der Arbeiter nach Zahlung der offenen Löhne – zu retten. Eine auch in Argentinien illegale Praxis, für die sich im Zweifelsfall aber immer RichterInnen zur Durchsetzung fanden. Cándido González von der Druckerei Chilavert erzählt:

„In jenen Tagen entdeckten die Arbeiter eine Zauberei: „Die Maschinen waren in der Inventurliste, die bei der Gläubigerversammlung zusammengestellt worden war, nicht aufgeführt. Wir meldeten eine Konkursverschleppung, und der Treuhänder sagte: „Das kann nicht sein. Ich bin zur Druckerei gegangen, und da waren keine Maschinen.“ Das beweist, dass es einen korrupten Richter, einen korrupten Treuhänder und Korruption bei allen anderen Beteiligten geben musste, damit die Insolvenz so durchkam.““ (145f)

Also beschließt man, über Nacht die Fabriktore zu bewachen. An diesem Punkt passierte es dann meist, dass die ArbeiterInnen die Schlösser aufbrachen, um nachts in der Fabrik zu schlafen. Und hier entspinnt sich die Idee: warum nicht weiter produzieren, wo doch alles notwendige dafür da ist, wenigstens bis die eigenen Schulden eingetrieben sind?

Aber auch diese Idee muss sich gegen Widerstände durchsetzen, und wird eher durch günstige Umstände als durch irgendeine politische Agenda unterstützt – z.B., wenn die Auftraggeber und Abnehmer plötzlich anrufen, und fragen, wann die vereinbarte Lieferung da ist, wie im Fall von Brukman:

„Das war, als – vor allem anderen – die Firma Port Said darauf drängte, dass wir diese Hosen fertigstellen, weil ja Hochsaison war. Wir beschlossen, die Ware auszuliefern, und sie bezahlten uns.“ (104)

Es waren dann meist einzelne ArbeiterInnen, die von Besetzungen anderswo gehört hatten, Kontakt zu bestehenden besetzten Betrieben, zur 2001 gegründeten argentinischen Organisation der besetzten Betriebe, MNER, oder zu politischen Gruppen wie dem linksradikalen Parteienbündnis der FIT anbahnten, und die Idee langsam ins Rollen brachten…

Räumungen, Schlägerbanden, Erpressung – und keinen Cent in der Tasche

Dies war der Punkt, an dem der eigentliche und langwierige Kampf erst begann. Durch die zehn exemplarischen Geschichten ziehen sich Begegnungen mit staatlichen Antiterroreinheiten; gewaltvolle Räumungen; Wiederbesetzungen; nächtliche Angriffe bezahlter Schläger mit Äxten, Knüppeln und Gewehren; abgehörte Telefone, Erpressung und Kidnapping. Hatten die ehemaligen Eigentümer sich anfangs vor allem für die Ausschlachtung der Fabrik interessiert, so ist ihnen der Kampf gegen die ArbeiterInnen plötzlich einiges wert, z.B. bei der Keramikfabrik Zanón, wo, wie überall, einzelne, exponierte Arbeiter – meist gewählte SprecherInnen – zermürbt werden sollten:

„Godoy sah sich Drohungen von einem Polizeibeamten namens Herrera gegenüber, doch die Gerichte schenkten dem keine Aufmerksamkeit. Polizisten zogen vor Godoys jungen Töchtern drohend ihre Waffen und verwüsteten sein Haus bei einem Einbruch, den Nachbarn als „Kommandoaktion“ beschrieben. […]

Doch da ist mehr. So etwa der fehlgeschlagene Versuch, Zanóns Pressesprecher Carlos Acuña zu entführen […], telefonische Drohungen, mysteriöse Autos – nichts neues in Argentinien. Keine der Anzeigen, die die Arbeiter erstatteten, führte zu irgendetwas.“ (83f)

Dabei spielten (ehemalige) Bosse, Richter, Staat, Polizei und bewaffnete Banden Hand in Hand. Es war für die Eigentümer eine reine Frage des Geldes, sich des vollen Repertoires der staatlichen Repressions- und Überwachungsinstrumente bedienen zu können:

„Es ist für uns zur Routine geworden. Wir reden auf einem Treffen, sie rufen einen Kollegen an, der draußen ist und spielen ihm unsere Gespräche vor, alles, worüber wir sprechen. […] Wir lachen darüber.“ (85)

Wie es kommt, dass irgendwelche ehemaligen Firmeneigentümer plötzlich staatliche Überwachungstechnologie nutzen können, dürfte klar sein.

Illusionen und falsche Freunde

In dieser Auseinandersetzung waren die ArbeiterInnen gezwungen, eine Vielzahl von Illusionen abzulegen und persönliche Schranken zu überwinden. Eine der vielleicht größten Enttäuschungen, die die ArbeiterInnen hinnehmen mussten, war die ihres Glaubens an die Wohltätigkeit nicht nur ihrer Bosse, sondern auch der Regierung, der Medien, der Justiz und der Gewerkschaften. Claudio von Brukman erzählt im Retrospekt:

„Wenn die Arbeiter einen Betrieb besetzen, glauben sie erst mal immer, dass der Staat auf ihrer Seite ist, weil der Feind ja der Eigentümer ist. Dann stellen sie fest, dass der Staat die Polizei und die Justiz auf sie loslässt. Dadurch wird ihnen klar, dass der Staat auch gegen sie ist, auch zur gegnerischen Seite gehört. Das alles ist ein Reifungsprozess, das muss alles passieren.“ (41)

Ebenso Eduardo Murúa, Präsident der Bewegung der besetzten Betriebe, MNER, der im Nachwort interviewt wurde:

„Manche Arbeiter sind nicht organisiert und es fällt ihnen schwer, gegen den rechtlichen Rahmen zu rebellieren. Sie können nicht glauben, dass das gesamte Justiz- und Rechtswesen des Landes immer gegen sie steht. Sie vertrauen dem System und manchmal verlieren wir deswegen Auseinandersetzungen.“ (220)

Vor die Frage der besetzten Betriebe gestellt, musste auch die sich links und sozialistisch gebende Kirchner-Regierung Flagge zeigen. Eine offene Repression war nicht in ihrem Interesse, da sie doch eine Abkehr vom Neoliberalismus und der staatlichen Gewalt der abgedankten de la Rúa- und Menem-Regierungen versprochen hatte. Eine Selbstverwaltung der ArbeiterInnen und ein Bruch mit Privateigentum und Kreditwürdigkeit passten aber auch nicht ins Konzept der sozialdemokratischen Politik. Die Lösung? – Wie Syriza und alle Linksregierungen weltweit verfuhr die Kirchner-Regierung mit einer Doppelstrategie: Gewalt, wo nötig, ansonsten setzte man als linke Regierung auf Vereinnahmung und Zurückbiegung. Zur Hilfe kommt ihr dabei der bürokratische Gewerkschaftsapparat, mit dem die Kirchner-Regierung eng verbandelt war. Der Übersetzer Daniel Kulla beschreibt diese typische Doppelstrategie in seinem Vorwort:

„Zum einen gab es Kontinuität und Repression. Das bedeutet, Ausplünderung und Ausverkauf des Landes wurden fortgesetzt – bis heute. […] Zwar wurde auf den Einsatz der Bundespolizei dabei verzichtet, doch konnten weiterhin lokale Autoritäten und regierungsnahe Gruppen die Repression übernehmen, so etwa aus dem Umfeld der Staatsgewerkschaften oder […] aus den Reihen militanter Fußballfans.
Das zweite Gleis war jedoch die Unterwanderung und Vereinnahmung der Protestbewegungen. Mit einer Strategie, die in Anlehnung an die klassisch trotzkistische „Übernahme durch Eintritt“ als eine Art „Entrismus von oben“ bezeichnet werden könnte, bildeten Regierungsanhänger in vielen Organisationen ihre eigenen Vorposten, die sogenannten „K“-Fraktionen, die danach mittels Erpressung, Bestechung und zum Teil auch durch Überzeugungsarbeit im Laufe der Jahre fast alle diese Organisationen auf die Seite der Regierung bringen konnten, angefangen mit den Piqueteros und vorläufig endend mit Teilen der LGBT-Bewegung.
Überall werden die Errungenschaften der sozialen Bewegungen als Errungenschaften der Regierung verkauft, was diese nach erfolgter Vereinnahmung wenig mehr als ein paar Lippenbekenntnisse und gelegentliche Almosen kostete.“ 18

Die ArbeiterInnen beim Haushaltsgerätehersteller Renacer bringen diese Erfahrung auf den Punkt:

„Sie zählten ihre Unterstützer zusammen: öffentlicher Sektor – null; Gewerkschaften – null; Justiz – null; Medien – null.“ (178)

Mit dem falschen Vertrauen in die bürgerlichen Institutionen einher geht in fast allen Berichten die unhinterfragte Übernahme von chauvinistischen Abgrenzungen und bürgerlichen Ideologien. Insbesondere mit den StraßenblockiereInnen der Piqueteros, der Landlosenbewegung, möchte man sich nicht gemein machen. Eine Näherin bei Brukman erzählt:

„Alles, was wir über die Piqueteros wussten, war, dass sie die Straßen blockierten und wir deshalb zu spät zur Arbeit kamen.“ (101)

Man trifft in den Berichten auf Nationalismus und auf falschen Arbeitsstolz und Standesdünkel. Eine Arbeiterin bei der besetzten Klinik IMECC:

„Bei zweistelliger Arbeitslosigkeit und brachliegender Produktion bringen Reden nicht viel. Davon gibt es noch keine Industrie. Und ohne Industrie gibt es kein richtiges Land. Es ist ein Land ohne Zukunft.“

Ebenso aber auch klassisch patriarchale Rollenbilder. Ein Arbeiter bei Crometal:

„Wenn du nach Hause kommst und feststellst, dass deine Frau kein Abendessen zubereiten kann, weil sie nichts hat, woraus sie es machen könnte…dann fühlst du dich als Mann, Ehemann, Vater herabgewürdigt, zumindest ging es mir so.“ (132)

Schlussendlich, und auch das zeigt sich in den Berichten, stellten alle diese Illusionen und Ideologien auch Hindernisse für ein pragmatisches Vorgehen dar. Die Erfahrungen, die die ArbeiterInnen in ihrem eigenen Kampf mit der Gesellschaft, mit den Zeitungen und ihren Falschdarstellungen machten, führten bei vielen zu einem Umdenken z.B. in Bezug auf die Piqueteros, wie Daniel Kulla im Vorwort schreibt:

„Die Piqueteros galten den Arbeitern von Zanón zunächst, wie den meisten anderen, als faule Wegelagerer, derentwegen sie zu spät zur Arbeit kamen. Erst allmählich begriffen sie, dass diese Leute in der gleichen Klemme steckten wie sie, nur einfach keinen Betrieb mehr zu besetzten hatten. Nun änderte sich die Haltung den Piqueteros gegenüber, und einige Protagonisten ihrer Bewegung wurden als Mitglieder der Kooperative eingestellt.“ (S. 41)

Hilfe, Unterstützung, bewährte Strategien

Es ist eine argentinische Spezialität, dass ein Stadtparlament die Enteignung eines Betriebes und seine Überführung in eine Arbeiterkooperative beschließen kann – abhängig natürlich von einer Reihe höchst subjektiver und verhandelbarer Bedingungen.

Das Erwirken eines solchen Enteignungsgesetzes war das Ziel der meisten Besetzungen. Bis dahin war es aber bei allen behandelten Betrieben ein langer und unglaublich harter Weg, den wohl eine und keiner der Beteiligten vorhergesehen hatte. In den meisten Fällen dauerte das Ringen ein halbes Jahr, geprägt von Niederlagen und Wiederbesetzungen. Beim Metallregalhersteller Crometal wurden die Arbeiter nach zwei Monaten geräumt – und es sollte ganze anderthalb Jahre dauern und insgesamt vier Besetzungen brauchen, bis sie den Betrieb wieder in den Händen hatten.

Die erste und größte Schwierigkeit war natürlich, dass die ArbeiterInnen, die oft ausstehende Lohnforderungen für mehrere Monate hatten, von irgendetwas leben mussten in der Zeit, in der sie ausgesperrt wurden – ein Arbeiter von Crometal:

„Wir lebten von Almosen. Wir baten die Autofahrer, Mitleid mit uns und unserer Lage zu haben. Sie gaben uns ein bisschen Kleingeld.“ (133)

Auf sich allein gestellt, hätten es die ArbeiterInnen wohl von keinem der im Buch beschriebenen Betriebe geschafft, diesen Kampf durchzuhalten. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg war die lokale Einbindung und Unterstützung: mit den Großdemonstrationen von 2001, die die neoliberale de la Rúa-Regierung zum Rücktritt zwangen, hatten sich ArgentinierInnen im gesamten Land zu Nachbarschaftsversammlungen zusammengeschlossen. Aus diesen kam die wichtigste Unterstützung, sowohl materiell durch Geld- und Sachspenden während der langen Monate der Aussperrung, als auch personell durch Unterstützung bei den Demonstrationen zur Verhinderung der Räumung, oder bei der Wiederbesetzung. Die HerausgeberInnen der argentinischen Originalausgabe des Sammelbands, das Pressekollektiv Iavacas.org, schreiben dazu:

„Jeder instandbesetzte Betrieb weiß, dass sein Überleben davon abhängt, welche Legitimität und welche Verbindungen zur Gemeinde er aufzubauen vermag. Seine Abwehrkraft liegt in der Überzeugung seiner Arbeiter, aber auch in der Unterstützung, die er von Nachbarn, Nachbarschaftsversammlungen, Menschenrechtsorganisationen und politischen Parteien bekommt – in dieser Reihenfolge.“ (76)

Von großer Bedeutung war hier die 2001 gegründete Bewegung der besetzten Betriebe, MNER, welche die ArbeiterInnen juristisch und materiell unterstützte. Ebenso unerschütterlich auf ihrer Seite stand das linksradikale Wahlbündnis „Frente de Izquierda y de los Trabajadores“ („Front der Linken und der Arbeiter“, FIT), zu welchem sich drei trotzkistische Kleinstparteien 2011 zusammengeschlossen hatten, um die 3%-Hürde bei den Parlamentswahlen zu bewältigen, die die Sozialdemokratin Kirchner gegen die Kleinstparteien eingeführt hatte. Hatten diese trotzkistischen Parteien anfangs eine Verstaatlichung der Betriebe gefordert, so mussten sie in der Diskussion mit den ArbeiterInnen doch einsehen, dass dies die Betriebe nur in die Hände von neoliberaler Sozialdemokratie und korrupter Gewerkschaftsbürokratie spielen würde. Sie schlossen sich daher den Forderungen der ArbeiterInnen nach Selbstverwaltung an, und machten sich zu ihrem Sprachrohr in den Regionalparlamenten.

Wie wichtig diese Unterstützung immer wieder war, zeigt z.B. der Arbeitskampf bei der Druckerei Chilavert:

„Aber am nächsten Tag tauchte der Treuhänder auf, begleitet von drei Polizeiautos. Wir riefen die Leute von der Nachbarschaftsversammlung von Pompeya an. Wir waren mit dem Treuhänder drinnen, als die Pompeya-Leute draußen sahen, wie ein Schlosser dabei war, am Fronttor das Schloss auszutauschen. Sie stoppten ihn. Sagen wir, sie überzeugten ihn – er entfernte das neue Schloss, brachte das alte wieder an und machte sich aus dem Staub.“ (146)

Diese Unterstützung war zugleich eine neue Erfahrung für die Arbeiter:

„zwei Tage später […] war der Treuhänder wieder da, mit mehr Begleitung als zuvor: acht Polizeiautos, acht Überfallwagen, zwei Krankenwagen und eine Feuerwehr. „Als wären wir Verbrecher oder Terroristen“, beschreibt das Cándido. Die Arbeiter lösten Alarm aus und riefen ihre Familien, IMPA-Arbeiter, Leute von den Versammlungen […], Rentner aus dem Altenheim des Viertels – etwa 300 Leute.

Sie kamen alle, um den acht Arbeitern beizustehen.“ (147)

Einige Taktiken stellten sich im Zuge der Besetzungen als erfolgreich heraus. Hierzu gehört – südamerikanische Spezialität und in Europa bisher kaum praktiziert – die Besetzung von Bundesstraßen und Hauptverkehrsachsen, durch die auch eine kleine Gruppe große Aufmerksamkeit erzielen kann. Als ebenso erfolgreich erwies sich der direkte Druck auf die Legislative. ArbeiterInnen beschreiben, wie die tagenden Lokalparlamente regelrecht belagert wurden, etwa beim Haushaltsgerätehersteller Renacer:

„Die Abgeordneten schlugen vor, bis zum August zu warten. Am 13. Juli 2003 sollten sie ein Datum für die Debatte festlegen – da tauchte eine Menschenmenge auf.

Marga beschreibt sie: „Lehrer, Angestellte der Stadt, Taxifahrer, Nachbarn und Angehörige kamen. Es war schön. Als es hieß, die ganze Angelegenheit müsse zu einem späteren Zeitpunkt noch weiter untersucht werden, suchten wir uns ein Plätzchen auf dem Teppich, um dort die Nacht zu verbringen. Es war ein Uhr morgens am 14. Juli und wir ließen niemanden mehr raus. Wir wollten nicht gehen und sie sollten auch nicht gehen.

Monica fährt fort: „Hätten wir nicht darauf bestanden, hätte es am nächsten Tag bestimmt keine Sitzung gegeben. Sie wollten aussetzen, aber am nächsten Tag waren alle supernett.““ (180)

In Umbruchsituationen wie in Argentinien ist die bürgerliche Legislative nicht stark genug, sich gegen solchen Druck zu behaupten:

„Das Abstimmungsergebnis lautete: 12 dafür, 3 Enthaltungen.“ (ebd.)

Wie sich immer wieder zeigte, sahen sich auch RichterInnen nicht selten zum Einlenken und zur Legalisierung bereit, sobald sie mit größerem Konfliktpotential bedroht wurden. Der Übersetzer Daniel Kulla beschreibt dies treffend in seinem Vorwort:

„Während zwar immer wieder betont wird, wie wichtig es ist, sich über die rechtliche Lage möglichst klar zu sein, sich Rechtsbeistand zu suchen und den juristischen Rahmen voll auszuschöpfen, ging es jedoch an entscheidenden Stellen immer wieder darum, ungerechte Gesetze nicht hinzunehmen, sich ihnen zu widersetzen und veränderte oder neue Gesetze zu erwirken. […] Es wurde die Erfahrung gemacht, dass sich Recht durch politische Aktion verändern lässt und die juristischen Verhältnisse, besonders in der Eigentumsfrage, keineswegs so in Stein gemeißelt sind wie es einem der Alltagsverstand gern suggeriert.“ 40

Der „Sozialismus in einem Betrieb“ und seine Grenzen

Ein in den Erzählungen immer wiederkehrendes Thema ist die notwendige Wachsamkeit gegen die Entstehung interner Hierarchien und neuer Trennungen zwischen ArbeiterInnen. Als weitere, innere soziale Problematik erscheint immer wieder das Verhältnis zu neuen Leuten: diese haben den mehrjährigen und entbehrungsreichen Kampf nicht mitgemacht – sollen sie trotzdem von den Früchten profitieren und dasselbe Einheitsgehalt kriegen?

Aber dieses innere soziale Gefüge ist nicht das Hauptproblem, auch wenn viele der ArbeiterInnen es so darstellen. Viele Betriebe vermeiden die Hierarchiebildung durch regelmäßige Vollversammlungen und Ämterrotation, und für die Frage der Neueinstellungen lässt sich irgendeine Lösung verhandeln.

Das tatsächliche Hauptproblem liegt in der fortbestehenden Einbindung der Betriebe in die kapitalistische Tausch- und Geldwirtschaft.

Dabei haben die selbstverwalteten Betreibe erstmal durchaus Vorteile innerhalb der kapitalistischen Konkurrenz. Eigentlich unprofitable Betriebe können weiterbestehen, da sie von zwei Hauptlasten befreit sind: der Zahlung eines Unternehmergewinns an den Eigentümer (erledigt mit dessen Verjagen) und der Zahlung des Zinses für die von jenem angehäuften Schulden (erledigt mit der offiziellen Insolvenz). Dies ermöglicht es den Betrieben, ihre Produktionspreise zu senken, wie die ArbeiterInnen selbst berichten. Z.B. beim Metallrohrhersteller Unión y Fuerza stellten die ArbeiterInnen bei Prüfung der vorgefundenen Geschäftsbücher fest:

„[…] dass der finanzielle Krebsbefall der Fabrik weder in den Arbeitskosten […] noch in der Krise des ganzen Landes (typische Unternehmer-Ausrede) bestand, sondern in den Kosten für das Management. […] Der Besitzer nahm laut Salcedo in schwierigen Zeiten 25.000 Pesos pro Monat mit nach Hause, und wenn er es für angebrachthielt, bis zu 50.000. Dann gab es eine Gruppe von Managern: „Der Ingenieur bekam 6.000, sechs oder sieben andere eine ähnliche Summe, und noch mal 15 Leute, die 3.500 bis 4.000 Pesos verdienten.“ (198, 202)

Dazu kommt der – zweifelhafte – Vorteil, dass die Löhne in schlechten Geschäftszeiten reduziert werden oder ganz ausbleiben können – eine Option, die die meisten kapitalistischen Betriebe nicht haben. Claudio von Brukman sagt:

„Wir müssen aufhören, eine Idealisierung der fábricas recuperadas zu betreiben. Es ist keine Revolution, sondern eine defensive Strategie – es geht um die Verteidigung der Arbeitsplätze. Bei Brukman verdienen wir alle weniger als Tariflohn, wir bekommen keine Jahresendprämien und haben keinen bezahlten Urlaub. Wir haben auch Probleme damit, Rente und Rechtsschutz zu bezahlen – und manche von uns sind immer noch wegen Landfriedensbruchs angeklagt.“ 42

Zugleich bleibt es schwierig bis unmöglich, durch Kredite an flüssiges Geldkapital zu kommen, um die Produktionsanlagen zu überholen. An den Band ist als Nachwort eine informative sozialwissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Selbstverwaltung und kollektives Management – wie steht es um die Betriebe in Belegschaftshand“ angehängt. Diese stellt anhand von statistischem Material und Befragungen die aktuellen Probleme und Grenzen der besetzten Betriebe dar. Dabei liegt eine der Hauptschwierigkeiten der besetzten Betriebe darin, dass sie gegenüber der Konkurrenz in der Produktivität immer mehr zurückbleiben. Viele Betriebe sind aufgrund des Mangels an Geldkapital davon abhängig, dass die Auftraggeber und Abnehmer ihnen das zu verabeitende Rohmaterial vorschießen. Die Auftraggeber „nutzen“ damit die Kooperative nur als einen externen, outgesourcten Dienstleister, dem nur die unmittelbaren Arbeitskosten gezahlt werden. Ein Profit bleibt für die Kooperative dabei i.d.R. nicht übrig – der Mehrwert wird den AuftraggeberInnen geschenkt, die damit gern einverstanden sind. Ohne Kredit und ohne Rückstellungen ist eine Ausdehnung des Geschäfts dann kaum möglich. Das Nachwort weist auf Untersuchungen hin, nach denen 49% der Kooperativbetriebe nur derartige outgesourcte Auftragsarbeit machen und zeigt die negativen Folgen auf:

„Die Nachteile dieser Produktionsweise liegen in der Abhängigkeit, der Fixierung auf wenige und zentrale Kunden, der geringen Profitmarge, der fehlenden Entwicklung eigener Absatzwege und von Marktnischen. So wird der eigene Anspruch von selbstbestimmter Arbeit und Arbeiterselbstverwaltung beschränkt, da der Betrieb nur noch ein Glied in der Wertschöpfungskette einer anderen Firma ist, welche darüber entscheidet, was, wie und wie viel produziert wird und wie dieses Produkt abgesetzt wird. Der Auftraggeber wird so zum externen Eigentümer oder Boss.“ (241)

Damit einhergehend erscheint auch eine gewisse Erstarrung im Arbeitsprozess selbst, der sich auch „sin patrones“ kaum verändert:

„Was den Arbeitsprozess angeht, gibt es wenige Unterschiede zwischen besetzten Betrieben und normalen privatwirtschaftlichen Firmen in Bezug auf die Festlegung von Funktionen, der Fragmentierung von Aufgaben, der Wiederholung von Teilschritten und Operationen u.v.m. Diese fehlende Weiterentwicklung der kollektiven Arbeitsprozesse in den besetzten Betrieben wird dadurch erklärt, dass die Anpassung an eine kapitalistischen Markt und die dort bestehenden Gesetze und Bedingungen sich negativ ausgewirkt haben. […] Eine andere Argumentation sieht die bestehende Technologie, welche die Möglichkeit der Reorganisation des Arbeitsprozesses determiniert, als mitverantwortlich an. Weil die Beschäftigten in den wenigsten Betrieben Zugang zu den benötigten finanziellen Mitteln hatten, um die Produktionsmethoden und die bestehende Technik zu verändern, konnte keine alternative Ausgestaltung der Produktionsorganisation erreicht werden.“ (245)

Dies führt dazu, dass

„die traditionell vorherrschende Logik der Disziplin und Kontrolle dennoch von anderen Mechanismen reproduziert wird. Das Ziel, eine neue Logik und Gestaltung der Produktion zu erfinden, welche eine neue Form der sozialen Verhältnisse zwischen den Beschäftigten ermöglicht, gilt es noch zu entwickeln.“ (245f)

Diese äußere Einbindung in die kapitalistische Markt- und Tauschwirtschaft stellt schlussendlich die tatsächliche Grenze der besetzten Betriebe dar.

Aber das kann ihnen nicht als Vorwurf gemacht werden. Die selbstverwalteten Betriebe sind nicht aus dem Grund wichtig, dass sie ein Auskommen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft und ihrer Krise sichern, auch wenn diese Motivation paradoxerweise den Ausgangspunkt der Besetzungen bildete. Sie sind von kaum zu unterschätzender Wichtigkeit aus anderen Gründen: sie zeigen erstens, dass es möglich ist, die Produktion und Gesellschaft ohne die Vormundschaft und leitende Hand von „Monsieur Kapital“ (Marx), PolitikerInnen, BürokratInnen usw. zu organisieren:

„Was überall auf der Welt von unserer Erfahrung nachvollzogen werden kann, ist, dass es nicht nötig ist, einen patrón zu haben. Ein Betrieb ohne patrones kann funktionieren, wie hier ja zu sehen ist – ein Betrieb ohne Arbeiter nicht.“ ( 15)

Zweitens eröffnet die Selbstverwaltung immer auch Möglichkeiten zur Zweckentfremdung der kapitalistischen Produktionsmaschinerie und ihrer Infrastruktur. In vielen besetzten Betrieben wurden freie Abendschulen und soziale Zentren eröffnet:

„Die Bewegung der „bachilleratos populares“ [Volksschulen] ging konkret auf eine der ersten erfolgreichen Instandbesetzungen zurück, die Metallteilefabrik IMPA, die bereits seit 1998 in Selbstverwaltung betrieben wird. Dort wurde […] von Beginn an versucht, mittels eines Kulturzentrums, eines Radios, einer Poliklinik und ab 2004 auch einer Schule sich sowohl besser in der Nachbarschaft zu verankern als auch dieser „etwas zurückzugeben“.“ ( 23)

Drittens aber entsteht eine ganz neue Form von Gesellschaftlichkeit. Kritik, Diskussionen und Aushandlungsprozesse erhalten plötzlich materielle Gewalt. Frauen berichten von feministischen Interventionen in den Vollversammlungen von Metallbetrieben. Menschen, deren Interessen durch die bürgerliche Gesellschaft entgegengesetzt sind, versuchen diese zu überwinden. Sozialer Diskus und soziale Bewegungen erhalten eine materielle Machtbasis, die nun plötzlich bisher unbekannte Optionen auf den Tisch bringt. Ein Arbeiter bei Unión y Fuerza sagt:

„Salcedos hauptsächlicher Ratschlag für andere Betriebe in dieser Situation ist, dass es keine Diskussion gibt, wenn man nicht im Betrieb ist: „Wenn man erstmal drin ist, kann man darüber nachdenken, was für eine Art von Kooperative es sein soll, was für eine Art von Produktion. Aber wenn du draußen bist, hast du keine Verhandlungsgrundlage.“ (202)

Man sollte sich keine Illusionen über die besetzten Betriebe machen. Auf sich allein gestellt, werden sie auf lange Sicht untergehen. Es gibt keine befreiten Inseln in der kapitalistischen Gesellschaft, und es gibt keinen Hebel, mit dem sich diese Gesellschaft graduell und ohne Anstrengung transformieren ließe. Ohne die Massenbewegung, ohne die Konfrontation auf allen Ebenen wird es kein besseres Leben geben. Besetzungen werden hierbei aber ein wichtiger Schritt sein. Und hier kann man von Argentinien lernen. Die Arbeit für die Übersetzung, Einleitung und Aktualisierung des Buches durch Daniel Kulla ist gerade heute und in Deutschland unglaublich wichtig.

Das Buch ist unsere unbedingte Leseempfehlung.

Literatur

Lavaca (Hg.), 2015: Sin Patrón, Herrenlos, Arbeiten ohne Chefs. Instandbesetzte Betriebe in Belegschaftskontrolle. Das argentinische Modell: besetzen, Widerstand leisten, weiterproduzieren. Übersetzung und Einführung von Daniel Kulla. 254 Seiten 19 €

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