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Archiv 2015

Alle Ausgaben 2015
Ausgabe 33/2015
18. Dezember

Die erstmalige Zinserhöhung der US-Zentralbank FED seit der Krise 2009 wird als Zeichen der wirtschaftlichen Erholung und Krisenbewältigung gefeiert. Tatsächlich markiert der Schritt wohl es keine Rückkehr zur finanzpolitischen Normalität, denn die FED stand angesichts der ruinösen Folgen der Niedrigzinspolitik für den Bankensektor unter Zugzwang. Es ist anzunehmen, dass der Schritt die Krise in den USA und global weiter anheizen wird.

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„Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt darauf an, sie zu verändern.“ Zum Verhältnis von Theorie und Praxis.

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Die Depression ist eine der Zivilisationskrankheiten des 21. Jahrhunderts, heißt es so schön. Was sie genau ist und worin die Konjunktur der unbestimmten Traurigkeit ihre Ursachen hat, wird weniger bis gar nicht beleuchtet, wenn sie – dem Arbeitgeber soll's recht sein – zur Krankheit und damit zum Fehler eines jeden einzelnen Individuums gemacht wird. Über soziale Ursachen privatisierter Wut in Anlehnung an Sigmund Freuds Essay „Trauer und Melancholie“.

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Ausgabe 32/2015
11. Dezember

Die Preise auf den Rohstoffmärkten und für unmittelbar verarbeitenden Industrien fallen ins Bodenlose. Kohle, Kupfer, Eisen(erzeugnisse) und Öl sind billig wie nie zuvor und künden vom nächsten Krisenschub, der in Verlauf und sozialen Folgen den von 2008 weit in den Schatten stellen wird.

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Dass im Untergang des Bestehenden die Rettung der Welt und ihrer Bewohner liegt, zeigt sich besonders deutlich an der gerade hochkochenden Umweltdebatte.

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„Tausend Peitschenhiebe – weil ich sage, was ich denke“ übersetzt einige Artikel des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi, für die er in Saudi-Arabien zu Peitschenhieben und Gefängnis verurteilt wurde. Die liberale und säkularistische Kritik an den Scheichs und ihren klerikalen Hetzpredigern gewährt einen seltenen Einblick in den Zustand dieser Gesellschaft.

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Ausgabe 31/2015
4. Dezember

Der jüngste Versuch die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit im Rahmen der kapitalistisch verfassten Staatenwelt zu retten wird wieder scheitern

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Sieben Gründe, warum der Bundeswehreinsatz in Syrien scheiße ist

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Dankbarkeit sollen sie zeigen, die Flüchtlinge. Dazu besteht kein Anlass. Einige Klarstellungen zu Menschenrechten, Kapital und Menschenleben

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Ausgabe 30/2015
28. November

Schon der Name „Rechtsvereinfachung“ deutet auf den Schwindel hin, der verdeckt werden soll: einfacher wird vor allem die Sanktionierung und Gängelung der Arbeitslosen.

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Mitgefangen, mitgehangen? Der Einlagensicherungsfond, gegen den sich die deutsche Kreditwirtschaft lange Zeit gesperrt hat, wurde in dieser Woche beschlossen. Was hat es damit auf sich?

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Die schwedische Feministin und Marxistin Kajsa Ekis Ekman hat mit ihrem Buch „Being and being bought“ (Sein und gekauft werden) nicht nur eine in ihrer Materialfülle und Sprachgewalt einmalige Kritik der Sexindustrie und ihrer verlogenen linken Pro-„Sexarbeits“-Lobby geliefert. Sie hat auch das, was Prostitution tatsächlich ist und was dies für die Frauen darin heißt, auf den materialistischen Begriff gebracht.

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Ausgabe 29/2015
20. November

Der niedrige Ölpreis zehrt an den Staatsfinanzen Saudi-Arabiens und hat enormes Sprengpotential: jede Kürzung der Staatssubventionen, zu denen die saudischen Minister gezwungen wären, könnten das Land in den Bürgerkrieg stürzen.

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Zu den Anschlägen in Paris

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Zur Frage, warum eine wirkliche Bewegung zur Aufhebung der kapitalistischen Zustände notwendig radikal feministisch, und warum radikaler Feminismus notwendig eine Bewegung zur Aufhebung der kapitalistischen Zustände ist. Ein Versuch des Anschlusses an den gleichnamigen Aufsatz von Herbert Marcuse

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Ausgabe 28/2015
13. November

Der erste Generalstreik in Griechenland seit der Machtübernahme Syrizas könnte ein Hinweis auf einen Bruch mit dem sozialdemokratischen Konsens in der griechischen Gesellschaft sein. Syriza antwortet derweil mit linkem Nationalismus.

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Während die Presse um einen altgedienten Wehrmachtssoldaten trauert, würdigen wir den Idealtypus eines deutschen Sozialdemokraten Helmut Schmidt auf unsere Weise.

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Ausgabe 27/2015
6. November

Die BRD in Personifikation von Angela Merkel ist keineswegs aus neuer Menschlichkeit zum schützenden Hafen für die Elenden und Verfolgten auf dieser Welt geworden. Hinter der forcierten Zuwanderung stehen ökonomische Motive, die auch gegen das einheimische Proletariat durchgesetzt werden. Ob letzteres tatsächlich ahnt, dass es den Gürtel wieder einmal enger schnallen muss oder nicht, mag fraglich sein. Sicher ist aber, dass es in seinem Hass gegen die scheinbar grundlos besser behandelten Flüchtlinge die eigene kapitalistische Mordideologie wahr machen will: dass die kapitalistisch Überflüssigen vernichtet werden sollen.

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Im Sommer 2014 hatte die bolivianische Regierung unter Evo Morales die Arbeit für Kinder ab 10 Jahren – legalisiert. Einige schlaue Linke möchten das nun mit derselben Rhetorik und denselben falschen Kniffen rechtfertigen, mit denen schon die „Sexarbeit“ als Menschenrecht dargestellt wurde.

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Eine Arbeitsvermittlerin klagt an. Inge Hannemann mit Beate Rygiert Es gibt gefühlt ganze Bücherregale voller Hartz-IV-Literatur. Dieses Mal hat die ehemalige Arbeitsvermittlerin Inge Hannemann noch eines hinzu gefügt. Und sie klagt an! Es ist das erste Buch zum Thema Hartz IV, was von einer (suspendierten) Mitarbeiterin eines Jobcenters geschrieben wurde. Der erste laute Protest, der im Inneren des Hartz-IV-Behördenmonsters begann und bis heute anhält.

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Ausgabe 26/2015
30. Oktober

Neue geleakte Dokumente zum amerikanischen Drohnenkrieg zeigen das tatsächliche Ausmaß, die Tötungsbereitschaft und die hohen Fehltreffer des weltweit geführten Geheimkriegs

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Die linke Flüchtlingssolidarität mag über den Rassismus und Sexismus unter den Flüchtlingen nicht reden. Ins Fäustchen lachen sich die Nazis, die nun mit der Kritik an der Gewalt gegen Frauen ein weiteres soziales Thema besetzen, für das die Linke keine Antwort weiß.

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Nachdem wir anhand der Ergebnisse Sigmund Freuds aufgezeigt haben, dass der Narzissmus keine krankhafte Störung, sondern eine regelhaft vorkommende Libido-Regung bei allen Menschen ist, beschäftigen wir uns nun zusammen mit Freud mit der Frage, was nun aus dem kindlichen oder primären Libidoanteil namens Narzissmus bei der Reifung zum Erwachsenen geschieht.

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Ausgabe 25/2015
23. Oktober

Die aktuellen Wirtschaftsdaten aus China verleiten die deutschen Interpreten zu fröhlichem Zukunftsoptimismus. Den wollen wir ihnen hiermit verderben.

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Bei einem flüchtigen Vergleich zweier Berichte des BKA fällt deren propagandistische Funktion sofort ins Auge. Sinn und Zweck der Lageberichte des gesamtdeutschen Inlandsgeheimdienstes mit angeschlossenem Polizeiapparat ist – Wie konnte es anders sein? – Deutschland.

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Wir präsentieren eine einführende Darstellung von Aspekten der Freud'schen Libidotheorie und des Narzissmus in zwei Teilen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Im ersten Teil geht es vor allem darum darzustellen, wie Sigmund Freud nachweist, dass der Narzissmus keine gesellschaftliche Zutat zum menschlichen Charakter ist, sondern er vielmehr jeder und jedem von uns von Anfang an zu eigen ist.(1)

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Ausgabe 24/2015
16. Oktober

Stefanie* ist seit 2012 freiberufliche Hebamme. Sie lebt zusammen mit ihrer Tochter in Leipzig. Wir haben mit ihr über ihre Arbeit als Hebamme gesprochen und darüber, wie ihr Berufszweig langsam abgesägt wird.

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Die Ausfuhren des deutschen Kapitals sind im August so stark zurückgegangen, wie seit langem nicht mehr. Kündigt sich hier der nächste Krisenschub an?

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Ein Beitrag zur Frage, ob im Zusammenhang mit den nach Europa flüchtenden Menschen und dem staatlichen Umgang mit ihnen der Keim einer sozialen Bewegung liegt.

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Ausgabe 23/2015
9. Oktober

Hinter den Dunstwolken des Abgasskandals nutzt VW die günstige Gelegenheit, die eigenen Überkapazitäten zu reduzieren. Schuld am Verlust deutscher Arbeitsplätze? – Der amerikanische Staat.

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Angesichts des bald hereinbrechenden Umundu-Festivals in Dresden, dem lokalen Mekka des „konsumkritischen“ Kleinbürgertums, präsentieren wir Ihnen, liebe Leser*innen, einige Argumentationshilfen, um den Rechtfertigungsideologien der Konsumkritiker*innen zu begegnen.

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Eintrag im Begriffslexikon: Wertabspaltung

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Ausgabe 22/2015
2. Oktober

Das faktische Berufsverbot für freiberufliche Hebammen ist ein schwerer Schlag für die Berufsgruppe der Geburtshelferinnen und für alle gebärenden Frauen, die nun wieder stärker auf das Muttersein vereidigt werden.

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Dass Aktienkurse fallen, ist nichts neues. Wohl aber, dass alle Aktienkurse überall auf der Welt zugleich fallen.

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Selten war sich die Linke so einig wie bei der Bewertung der Prostitution. Diese sei „Sexarbeit“, eine Dienstleistung wie jede andere auch, und jede staatliche Regulierung abzulehnen. Dass alle Statistiken, Untersuchungen und Berichte dagegen sprechen, hat hier keinen Einfluss. Warum aber ist die Verteidigung der „Sexarbeit“ für die gegenwärtige Linke so wichtig, dass sie hier alle Reflexion fahren lässt? – Die Antwort liegt im falschen Konstrukt der „Sexarbeit“ selbst: dahinter steht die Verdrängung der Körperlichkeit, der Sexualität und der objektiven Grenzen, die das kapitalistische Patriarchat auch dem eigenen Lebensentwurf setzt.

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Ausgabe 21/2015
25. September

Anlässlich des Abschlusses einer gemeinsamen Militärübung von ukrainischen Truppen und NATO-Militär äußerte der ukrainische Staatspräsident Poroschenko mit Nachdruck, dass er die Aufnahme seines Landes in das westliche Kriegsbündnis NATO befürwortete. Letztere – der militärische Arm der westlichen Kapitalinteressen – bereitet das Land indes allmählich auf den Bürgerkrieg vor.

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Dass eines der größten deutschen Kapitale, der Volkswagen-Konzern, gerade vom amerikanischen Staat an die Kandare genommen wird, mag zu einer gewissen Schadenfreude Anlass geben – aber es sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Staat und Kapital schlussendlich aufeinander angewiesen sind

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Seit dem Ausbruch der sog. „Finanzkrise“ im Jahr 2008, hat die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins auf einen historischen Tiefstwert von 0,25% gesenkt. Unterboten wird das lediglich von der Europäischen Zentralbank mit 0,05% seit 2014. Was hat es damit auf sich?

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Ausgabe 20/2015
18. September

Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey über die Gewinnentwicklung des weltweiten Kapitals in den letzten 35 Jahren bringt einige seltene Zahlen zum Stand der Weltwirtschaft. Einige Daten von der Gewinnerseite.

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Wer, wie einige Linke in Deutschland, die Dummheit seiner Feinde für die Ursache ihrer Erfolge hält, ist ihnen auf den Leim gegangen. Die Situation in Griechenland ist genau die, die sie für das deutsch-europäische Kapital sein soll.

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In einem der letzten Artikel der Kritischen Perspektive („Eine neue Idee in Europa“; Ausgabe 15/15) wurde die Ansicht geäußert, dass es sich bei der massenbewegten Flüchtlingshilfe in Deutschland um den Keim einer neuen sozialen Bewegung handeln könnte – und das mit Leuten, die sich sonst auch nichts zu schenken haben. Ein Gastbeitrag von Karl Lange.

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Ein Gutteil der Illusionen übers Finanzkapital, die Finanzmärkte und die Spekulation wurzelt in der Verwechslung von fiktivem Kapital und realem Kapital, von Aktienkurs und Dividende. Ein weiterer Ausflug ins „Kapital“ Band III.

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Ausgabe 19/2015
11. September

In Brüssel trafen sich, begleitet von Protesten der Kleinbauern und -bäuerinnen, die Agrarminister der EU und gerierten sich wieder einmal als Helfer in bäuerlicher Existenznot. Was steckt aber wirklich hinter dem Preisverfall von Agrarerzeugnissen und wer profitiert davon?

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Die ganze Welt schlittert in die Krise – allein der deutschen Wirtschaft scheint's blendend zu gehen. Wie kann das sein?

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Eine Computersimulation gibt Antworten darauf, warum in der Gattung Mensch Frauen jenseits ihres gebährfähigen Alters überleben dürfen.

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Eintrag im Begriffslexikon: Warenproduktion, Ware, Wert, Gebrauchswert

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Ausgabe 18/2015
27. August

Seit Herbst 2014 scheint auf dem Balkan und insbesondere im Kosovo ein wahrer Exodus eingesetzt zu haben. Ein genauerer Blick auf die jüngeren Ursachen zeigt auf, dass die deutsche imperialistische Politik bei den „failed states“ des Balkans in eine Sackgasse geraten ist.

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In der deutschen Öffentlichkeit scheint es unhinterfragter Konsens zu sein, dass Menschen, wenn sie „nur“ vom Hunger bedroht sind, also aus sogenannten „wirtschaftlichen Motiven“ die Flucht ergreifen, gar keine richtigen Flüchtlinge sind, ja sogar die "großzügigen" Regelungen des Asylrechts auf Kosten der „wirklichen Flüchtlinge“ schamlos ausnutzten. Woher kommt das Einverständnis über die Unterscheidung von „good Refugee“ und „bad Refugee“?

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Das Ergebnis der Schlichtungsgespräche für die Tarifverhandlungen im Erziehungs- und Sozialwesen wurde von den ver.di-Mitgliedern mit knapp 70% abgelehnt – entgegen der Gewerkschaftsleitung, die nun von der Basis vor sich hergetrieben wird. Das wird stürmischer Herbst – für die Erzieherinnen.

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Der italienische Journalist Gabriele del Grande ist den Spuren der Menschen gefolgt, die ihr Leben für eine Reise nach Europa aufs Spiel setzten. Sein Buch „Mahmadous Fahrt in den Tod“ erzählt von der Odyssee der Flüchtlinge, von mörderischen Schiffsfahrten, illegalen Verhaftungen, undokumentierten Abschiebeknästen und Durchquerungen der Sahara. Und es gibt den Toten und Ausgestoßenen ihre Namen zurück: es erzählt von ihren Antrieben, ihren Hoffnungen und Illusionen über das „Europa“ jenseits des Mittelmeers.

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Ausgabe 17/2015
21. August

Alice Schwarzer und tausende andere Frauen und Männer haben Recht: der Beschluss von Amnesty International, ab sofort aktiv die „Entkriminalisierung“ der „Sexarbeit“ zu fordern, ist blanker Zynismus angesichts der Realität der Prostitution in Deutschland und anderswo. Er zeugt nicht nur von krasser Ignoranz, sondern von einem offenbar ideologischen Bedürfnis nach der Verklärung der Prostitution. So ist es auch kaum verwunderlich, dass sich inzwischen die Bordellbetreiber- und Zuhälterlobby brüstet, die Resolution auf den Weg gebracht zu haben.

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Die Flüchtlingsströme zeigen: die gesellschaftliche Normalität der vergangenen Jahrzehnte ist in Europa ebenso wie in weiten Teilen der Welt unwiederbringlich verloren. Zunehmende und unkittbare Widersprüche und Perspektivlosigkeit sind die Zeichen der Zeit

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Anfang 2015, sieben Jahre nach dem schon dutzende Male erfolgreich bewältigten und überstandenen Kriseneinbruch 2008, kennt die Weltwirtschaft nur einen Trend: nach unten. Ein kleiner Überblick über die Zahlen der letzten Wochen.

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Ausgabe 16/2015
14. August

Die gegenwärtige selbstorganisierte Unterstützung für die tausenden Flüchtlinge wird vom Staat und seinen VertreterInnen keinesfalls erfreut angenommen, sondern als Infragestellung der eigenen Gewalt misstrauisch beäugt. Am liebsten würde das Etablissement die freiwilligen HelferInnen so schnell wie möglich wieder loswerden. Es zeigt sich hieran in mehrfacher Hinsicht, worum es dem Staat eigentlich geht.

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Nach aktuellen Berechnungen haben Frauen 60% weniger Rentenansprüche als Männer. Das ist keineswegs überraschend – es ist die finanzielle Akkumulation von lebenslanger Ungleichheit.

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In dieser Rubrik wollen wir die menschenverachtende Widersprüchlichkeit der kapitalistischen Gesellschaft in Zahlen fassbar machen. Damit wird auch zahlenmäßig greifbar, was wir sonst vielleicht nur abstrakt ahnen: dass dies nicht unsere Welt ist, sondern die des Kapitals.

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Heute wird das Recht auf eine eigene Meinung gerade von jenen hochgehalten, die die Freiheit dazu am liebsten abschaffen würden, wenn sie nur könnten. Zusammen mit Theodor W. Adorno, der uns freundlicherweise zum Titel dieses Artikels inspirierte und an dessen Aufsatz „Meinung – Wahn – Gesellschaft“ wir uns entlanghangeln, versuchen wir zu ergründen, was es denn nun auf sich hat, mit dem Begriff Meinung.

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Ausgabe 15/2015
7. August

Die aktuelle Unwilligkeit und Unfähigkeit der deutschen Staatsbehörden, die gewachsene Zahl der Flüchtlinge angemessen unterzubringen und zu versorgen, hat erstmals etwas hervorgebracht, was es seit Jahrzehnten nicht mehr gab: den Ansatz einer selbstorganisierten sozialen Bewegung in Deutschland. Auch wenn es hierfür bestenfalls winzige Ansätze gibt, ist jeder Fortschritt in diese Richtung von kaum zu überschätzender Wichtigkeit

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In den USA läuft wieder einmal das Possenspiel der Präsidentschaftskandidatenkür an. Insbesondere die Kandidatenkonstellation der Republikaner lässt tief in die krisengeschüttelte Seele des weißen US-amerikanischen Mannes blicken.

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Durch den Zusammenschluss von KMW und Nexter entsteht ein weiterer europäischer Rüstungskonzern. Der Vorteil dieses Zusammenschlusses dürfte weniger in etwaigen Kosteneinsparungen liegen, als vielmehr in einer Unabhängigkeit des neuen transnationalen Players von staatlichen Gesetzen, Regularien und Parlamenten.

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Ausgabe 14/2015
2. August

Während sie die Politik ihres Landes nach deutschen Vorstellungen betreibt, nimmt sich die griechische Linkspartei Syriza auch parteipolitisch ein Vorbild an deutschen Zuständen.

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In den Jahren vor der Krise 2008 und danach vollzog die deutsche Wirtschaft eine massive Umorientierung: während Löhne und Binnennachfrage schrumpften, verlagerte sich das Kapital immer stärker auf den Weltmarkt und den Export. Mit der Stagnation und dem Börsenkrach in China bricht nun einer der wichtigsten Exportmärkte für deutsche Waren ein. Die deutsche Automobilindustrie bekommt die Wirkungen bereits schmerzhaft zu spüren. Die Krise kehrt damit nach Deutschland zurück.

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Die gegenwärtige EZB-Gelddruckerei ist keineswegs geschlechtsneutral, sondern dient zufälligerweise der künstlichen Stützung genau der männlich konnotierten und von Männern dominierten Sektoren der kapitalistischen Großindustrie. Der Care-Sektor, in dem vor allem Frauen tätig sind, dagegen wird angesichts der kollabierenden Massenkaufkraft dem freien Fall überlassen.

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Ausgabe 13/2015
24. Juli

Der jüngste Absturz der chinesischen Börse mag die internationalen Aktienmärkte kaum berühren. Seine Folgen für die kapitalistische Weltwirtschaft sind aber nicht zu unterschätzen und dürften auch in Deutschland bald fühlbar werden.

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Seit einiger Zeit steht die Übernahme des hessischen Kaliproduzenten K+S durch den kanadischen Konkurrenten PotashCorp an, der dadurch zum globalen Marktführer von Düngemitteln werden könnte. Anhand der Übernahmeverhandlungen lassen sich sowohl ökonomisch als auch ideologisch einige Tendenzen kenntlich machen.

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Befragungen ergeben, dass von fünf Studentinnen an US-Colleges im Durchschnitt eine während ihrer Studienzeit vergewaltigt wird. Erstmals seit Jahren konnte ein Anti-Vergewaltigungsprogramm nun tatsächliche Erfolge vorweisen. Es fokussiert auf die Opfer und mag viele Unzulänglichkeiten haben, trotzdem lohnt ein genauerer Blick auf die Strategie, die hier Erfolg hatte.

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Ausgabe 12/2015
17. Juli

Nach dem Einknicken des „Bündnisses der radikalen Linken“ (Syriza) in Griechenland steht dem Land und seiner Bevölkerung wohl eine Epoche der kollektiven Schuldknechtschaft bevor. Die einzige Möglichkeit diese noch zu verhindern wäre eine revolutionäre Massenbewegung in Griechenland, die alles bisherige in Frage stellt.

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Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zur Aufgabenteilung in der Familie bezüglich Beruf und Kinderbetreuung offenbart, jenseits aller ideologischen Schönfärberei, den tatsächlichen Stand der Geschlechtergleichheit bei jungen Paaren in Deutschland. Dabei zeigt der Bericht nicht nur die weiterhin bestehenden Ungleichheiten auf, sondern offenbart auch die Muster und Logiken, mit denen die herrschende Ideologie diese Ungleichheit gern unsichtbar machen würden.

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Die derzeitige Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank bewirkt keineswegs die anvisierte Angleichung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euro-Raum. Ganz im Gegenteil, sind es allein die deutschen Großkapitale, die die günstigen Kredite nutzen, um ihrer europäischen Konkurrenz in Italien und anderswo den Garaus zu machen.

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Ausgabe 11/2015
10. Juli

Sonderausgabe. Es stimmt keineswegs, dass Marx zu aktuellen Phänomenen wie Börse, Finanzkapital und Zentralbankgeld nichts zu sagen hätte. Ganz im Gegenteil: Marx beschäftigte sich im „Kapital Band III“ auf mehreren hundert Seiten mit nichts anderem als mit Krise, Kredit und staatlicher Geldpolitik. Dieser Aufsatz ist ein Versuch, die von Marx eingeführten Begriffe und Unterscheidungen aufzugreifen und mithilfe derselben eine rationale Theorie der heutigen Krisensituation und ihrer weiteren Perspektive zu skizzieren.

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Ausgabe 10/2015
10. Juli

Unter dem Eindruck der Griechenlandkrise haben die sozialdemokratischen EU-Granden ein neues Strategiepapier zur „Vollendung der Währungsunion“ veröffentlicht. Den nationalen Parlamenten soll ihre Macht abgegraben werden, über die Wirtschaftspolitik der einzelnen Staaten soll nur noch Brüssel entscheiden und die verbleibenden Schranken des Kapital- und Arbeitsmarkts sollen verschwinden. An der Krise dürfte das wenig ändern, aber einigen europäischen Kapitalen noch einmal ein paar fette Jahre bescheren.

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Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Löhne steigen. Im Wirtschaftswunderland scheint die globale Krise geradezu auf dem Kopf zu stehen. Zeit, sie auf die Füße zu stellen.

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Wie schafft man es, die Überwachung der Regierung eines Staates, der zwei Weltkriege und das schlimmste Menschheitsverbrechen zu verantworten hat, zu kritisieren und dabei gleichzeitig dessen eigene Spionagetätigkeit auszuweiten?

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Ausgabe 9/2015
3. Juli

Im Zuge der nahenden Staatspleite spekuliert die deutsche Journaille zunehmend über einen möglichen Militärputsch in Griechenland.

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Was macht man als brave linke Partei, wenn die Gegner nicht mitspielen wollen? – Man versichert sich der demokratischen und moralischen Überlegenheit, gibt alles Erreichte, alle eigenen Ziele und die eigene WählerInnenschaft auf, und stürzt sich in einen selbstgefälligen tragischen Untergang.

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In der Ukraine werden die Schulden „umstrukturiert“. Eine Verstaatlichung von wackeligen privaten Krediten dürfte das zunächst nicht bedeuten, da die privaten Investoren noch auf der Gewinnerseite sitzen.

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Die grassierende Gewalt gegen Frauen in dieser Gesellschaft scheint dem offiziellen Bewusstsein irrational und wird als zufällig abgetan. Tatsächlich wurzelt sie in gesellschaftlichen Mythen und psychischen Projektionen, die Grundbestandteile der kapitalistischen Gesellschaft sind.

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Ausgabe 8/2015
26. Juni

Am Sonntag fand der „Marsch der Entschlossenen“ zur symbolischen Friedhofseröffnung vor dem Reichstag statt. Was der linken Szenekultur die Tränen der Entrückung in die Augen treibt, dürfte den sterbenden Flüchtlingen herzlich egal sein.

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Niedrigzinsen, steigende Aktienkurse und die weltweite Überproduktion führen zu einer neuen Welle von Mega-Unternehmensfusionen. Die Folgen sind absehbar: verschärfte Verdrängungskonkurrenz der Kapitale, Massenentlassungen und Überschuldung der Unternehmen. Die globale kapitalistische Reproduktion steht auf immer wackligeren Beinen.

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Keine Einigung im Streit um Flüchtlingsquoten in der EU

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Hilfsorganisationen vermelden nach dem Erdbeben einen drastischen Anstieg von Verschleppungen und Zwangsprostitution

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Eine weitere Woche Verhandlungen ohne Ergebnis. Selbst beim erhofften "Durchbruch" würde sich der Bankrott nur um ein paar Monate hinauszögern.

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Ausgabe 7/2015
19. Juni

Der Prozess und die Berichterstattung zum gewaltsamen Tod der Studentin Tuğçe Albayrak ist eine widerliche Rechtfertigung der Gewalt gegen Frauen – und das eigentlich schon lange bevor Presse und Gericht nachwiesen, dass das Opfer doch eine Mitschuld an allem getragen hätte.

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Der Papst als Kapitalismuskritiker? Weiß Gott nicht. Warum die "Laudato Si" das "Kapital" nicht ersetzen wird.

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Updates zu Griechenland / Ukraine / Linkspartei

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Ausgabe 6/2015
12. Juni

Der Rücktritt Gregor Gysis von der Parteiführung ausgerechnet auf dem scheinbaren Höhepunkt seines Erfolgs scheint unverständlich, tatsächlich handelt es sich um ein geschicktes taktisches Manöver: jede Nachfolge wird nun der Frage von „Prinzipientreue“ vs. „Regierungsfähigkeit“ unterworfen. Inhaltliche Differenzen erscheinen damit nur noch als taktische Entscheidungen.

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Im Schatten des Schuldenstreits mit Griechenland werden auch der Ukraine Kredite in Milliardenhöhe gewährt. Lassen sich deutsche Medien nun über die „faulen UkrainerInnen“ aus? Offenbar nicht, und das hat seine Gründe

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Der Bankrott des griechischen Staates Ende Juni wird immer wahrscheinlicher. Ein Einknicken von Syriza oder den Gläubigerstaaten ist praktisch verbaut. Derweil agiert Syriza erstaunlich pragmatisch und lässt über diverse Schleichwege weiter EU-Geld nach Griechenland fließen.

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8.000 Menschen wurden laut Amnesty International seit 2009 in Nigeria im Krieg gegen Boko Haram ermordet und zu Tode gefoltert. Ähnlich wie im Irak gewinnt der Anti-Terror-Krieg zunehmend den Charakter von Racheaktionen, ethnisch-religiöser Ausgrenzung und Abschottung der verbleibenden Zentren.

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Ausgabe 5/2015
5. Juni

Die Proteste gegen den G7-Gipfel im bayrischen Elmau sind bedeutungslose Nostalgie, ebenso wie das Gipfeltreffen selbst: die Entscheidungsmacht der G7-Staatschefs existiert nur noch in den Einbildungen ihrer Gegner.

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Im Slogan des hiesigen Militärapparates scheint in drei Worten und drei Punkten der autoritäre Charakter seiner Mitglieder auf. Anlässlich des „Tages der Bundeswehr“ am 13. Juni haben wir die aktuelle Entwicklung der deutschen Mordmaschinerie zwischen Nachlassverwalter der Wehrmacht und gutem Helfe-Onkel von nebenan nachgezeichnet.

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Im Wunderland der bürgerlichen Medien. Diese Woche: Globalisierung senkt die globale Ungleichheit.

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Ausgabe 4/2015
29. Mai

Die Einnahme der irakischen Provinzhauptstadt Ramadi durch den I.S. hat über Nacht alle amerikanischen Erfolgsmeldungen im Kampf gegen den I.S. zunichte gemacht. Tatsächlich gibt es in der Region aktuell keine Macht, die sich dem I.S. in den Weg stellen könnte. Sein Terror-“Kalifat“ dürfte für Millionen Menschen im Nahen Osten in den nächsten Jahren zum Alltag werden.

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Die Freude über „nur noch“ 800 Millionen unterernährte Menschen zeugt von der Bewusstlosigkeit der bürgerlichen Gesellschaft gegenüber ihren eigenen Reproduktionsbedingungen.

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Eintrag im Begriffslexikon: "Kapital"

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Ausgabe 3/2015
22. Mai

Die Wahrscheinlichkeit des griechischen Staatsbankrotts im Sommer nimmt zu. Dass dieser nun als möglicherweise zufälliges Ereignis („Graccident“) diskutiert wird, zeigt die Rat- und Perspektivlosigkeit der europäischen Institutionen und Regierungen.

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Die kurzfristigen Folgen des griechischen Staatsbankrotts und des Ausstiegs aus der Eurozone sind für Deutschland und die EU vergleichsweise gering. Langfristig wird der Ausstieg und Bankrott eines Mitgliedsstaats aber zur Sprengung der EU führen.

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Die unreflektierte Freude einiger links-liberaler Blätter über die Wiedereinstellung von 300 griechischen „Putzfrauen“ zeugt von einem gewissen antiemanzipatorischen Reflex innerhalb der Linken.

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Ausgabe 2/2015
15. Mai

Der Streik der Erzieherinnen entfacht nicht annähernd die Raserei in der Presse, wie es der Lokführerstreik tat. Liegt das am Verständnis für die Frauen in ihrem schwierigen Beruf? Sicher nicht.

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Bundespräsident Joachim Gauck leistet in seiner Funktion als personifizierte Worthülse ganze Arbeit. Das zeigt sich bei der Betrachtung einer Rede, die er anlässlich des Gedenkmarathons zum 70. Jahrestag des Kriegsendes hielt.

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In der Hetze gegen Claus Weselsky zeigt die Bild-Zeitung, was sie von ihrem eigenen Klientel denkt.

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Hinter der „Einkommensschere“ steckt weniger eine soziale Ungerechtigkeit, als vielmehr der Fakt, dass sowohl Arbeitslohn als auch Profit auf der Oberfläche als bloße „Einkommen“ – als Arbeitslohn – erscheinen. Eine bloße Umverteilungspolitik kann diese grundsätzlichen Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft nicht auflösen.

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Ausgabe 1/2015
4. Mai

Die Ereignisse in Baltimore werfen ein Schlaglicht auf die rassistischen Verhältnisse in den USA. Doch müsste das Aufbegehren auch eines gegen die kapitalistischen Bedingungen sein, die den „traditionellen Rassismus“ neu entfachen.

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Die Berichterstattung über Baltimore denunziert beredt den Sexismus und Männlichkeitskult der Black Community. Dass sie selbst die an den Protesten beteiligten Frauen komplett ausblendet, dementiert ihre emanzipatorische Phraserei.

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Die Verarmung in Deutschland schreitet langsam voran, die Altersarmut rapide. Die Rente auf Hartz IV-Niveau wird für breite Bevölkerungsgruppen absehbar.

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